Kampagne zur Höflichkeit

Problemdefinition
Die Welt als solche ist unhöflich. Der Mensch an sich ist unhöflich. Ein großes Problem unserer Gesellschaft ist die Unhöflichkeit, die Gleichgültigkeit den Mitmenschen gegenüber. Es fängt im Kleinen an und reicht bis ins Große. Vom täglichen Miteinander bis hin zu politischen Auseinandersetzungen. Ist Höflichkeit ein Fremdwort geworden? Was ist für Sie Höflichkeit? Wann waren Sie das letzte Mal höflich, haben einer alten Dame über die Strasse geholfen oder jemandem. geholfen den Kinderwagen die Treppe hinunter zu tragen?

Zieldefinition
Wir setzen uns zum Ziel die Gesellschaft zur Höflichkeit zu erziehen. Jedem soll bewusst werden wie wenig höflich er ist, wie selten er Höfliches tut oder ihm Höflichkeit entgegen gebracht wird.

Zielgruppendefinition
Das Ziel ist es die ganze Gesellschaft mit dem Thema anzusprechen, vom Teenager
bis hin zum älteren Menschen. Alle die, die sich von dem Thema angesprochen
fühlen sollten und sich bisher noch nie damit auseinander gesetzt haben.

Konzeption
Dies muss erfolgen auf unkonventionelle, auf schockierende, eventuell auch auf anstößige Art und Weise. Denn alles andere wird nur vage bis überhaupt nicht wahrgenommen. Denn wir sind nicht nur unhöflich sondern leider auch ziemlich abgestumpft.
Eine Kampagne muss her die den Leuten auf paradoxe Art und Weise aufzeigt wie selten höfliches Verhalten geworden ist. Wir nutzen morbide und dennoch erschreckend alltägliche Szenen wie Selbstmord oder Drogenkonsum und bringen diese in einen neuen Kontext. Die an sich höfliche Geste der Hilfsbereitschaft wird verwandt um eben solche Szenen in ein neues Licht zu rücken.

Formate
Als Ausgabeformat sind alle gängigen Formate denkbar. Von der
Postkarte, über formatfüllende Zeitschriftenanzeige bis hin zu
großformatigen Plakatanschlägen ist alles möglich.
Die Plakate werden flächendeckend in Städten gezeigt. An Haltestellen durch City
Lights, an Litfasssäulen, großformatigen Plakatwänden und als Clou an städtischen
Stromkästen und Ampelanlagen.
Dies ist machbar, da es sich um sog. Social Advertising handelt und die Städte die
Kampagne so unterstützen.
So ist gewährleistet, dass eine große Bandbreite angesprochen wird.
Weiterhin werden die Motive als City Cards ausgelegt und in passenden Ständern in
Cafés, Clubs, Restaurants und Kinos angeboten.
Desweiteren werden die Printanzeigen in auflagenstarken Publikumszeitschriften
und Fernsehzeitschriften veröffentlicht.

Mediakonzept
Es ist ein kurzer TV-Spot angedacht. Hier wird einem Obdachlosen von einer jungen Frau etwas zu Essen gereicht. Die an sich freundliche Bewegung mit gut gemeintem Hintergedanken wird dadurch aufgehoben, dass es sich lediglich um unapettitliche Essensreste handelt (siehe Storyboard).